„Betreutes Wohnen“ ist in der Tat eine eigene Kategorie sozialer Dienste, die auf einer völlig anderen Philosophie basiert als die, die den rumänischen Seniorenheimen zugrunde liegt. Betreutes Wohnen richtet sich an bewegungsunabhängige Menschen oder Menschen mit geringerer Lokomotivabhängigkeit, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr alleine leben möchten, die ihr Leben und ihre Prioritäten ändern möchten, und dabei handelt es sich nicht unbedingt nur um ältere Menschen. Junge Familien, manchmal mit Kindern, entscheiden sich für das Leben in betreuten Wohneinheiten.

Der Erfolg dieses Konzepts hängt maßgeblich vom Alter und Gesundheitszustand derjenigen ab, die sich dafür entscheiden. Je stärker und gesünder diese Menschen sind, desto länger und qualitativ hochwertiger wird ihr Leben sein. Im Vergleich dazu hat sich in Rumänien die Vorstellung durchgesetzt, dass nur hilflose oder kranke Alleinstehende, die nicht mehr für sich selbst sorgen können, ihre eigene Wohnung verlassen. Unter diesen Bedingungen und bei all den Anstrengungen, die die Leitungen einiger rumänischen Altenheime unternehmen, ist es sehr schwierig, von einer signifikanten Verlängerung der Lebenszeit oder einer Steigerung der Lebensqualität der Bewohner zu sprechen.

Genau wie die „Boutique-Hotels“, liegen die betreuten Wohnanlagen meist in ruhigen Gegenden, nah an der Natur und weit weg vom Trubel, verfügen meist über eigene Gärten, Promenade und eigene Parkplätze, bieten aber höchsten Komfort, gesundes Essen, Reinigung, Wäscheservice und vieles mehr, sodass den Bewohnern mehr Zeit für Entspannung oder andere Aktivitäten bleibt.

Das Konzept ist perfekt für Menschen, die kein einsames Leben mehr wollen, sonder wünschen sich mehr Freizeit und die Möglichkeit, mit anderen änlichen Menschen in Kontakt zu treten – und das alles im Rahmen eines Lebensstils, der sie so lange wie möglich aktiv und gesund hält.

Betreutes Wohnen ist für die Bewohner eine Möglichkeit, ein Leben voller angenehmer Ereignisse zu führen, aber gleichzeitg auch Ruhe zu genießen. Mehr Aktivitäten aus der Kategorie „möchten“ und weniger Aktivitäten aus der Kategorie „müssen“. Den Menschen wird auch die innere Ruhe geschenkt, die aus dem Gefühl entsteht, jemand zu haben, der immer an ihrer Seite ist. Wie eine zweite Familie.

In einer ordentlichen Einrichtung für betreutes Wohnen erleben Menschen einen neuen Lebensabschnitt. Möglicherwise, für manche, der schönster...

 

"Sehr gut ! Und dann ? Was passiert mit den Bewohner, die ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr alleine zurechtkommen können? Müssen sie das Residenz verlassen müssen ?"

Dies wird wahrscheinlich die erste Frage sein, die Sie uns stellen würden, wenn Sie diesen Absatz nicht gelesen hätten. Das war auch die erste Frage, die wir uns selbst stellten, bevor wir auf diesen Weg losgegangen sind. Die Antwort ist sehr einfach: "selbstversändlich nicht !"

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Bei der Eröffnung des betreutes Wohnheim, werden wir über die notwendige Infrastruktur und die notwendigen Voraussetzungen für eine verantwortungsvolle Betreuung von Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder bettlägerigen Menschen, nicht verfügen. Wir haven aber vor, dass wir innerhalb von zwei Jahren ein kleines Nebengebäude mit einer Kapazität von 12 Betten und Einrichtungen auf österreichischem Niveau bauen, zu dem es einen direkten Zugang von der Hauptvilla des Residenz geben wird. Wenn wir beispielsweise, aufgrund von Finanzierungsschwierigkeiten oder aus anderen Gründen nicht in der Lage sein sollten, diesen neuen Gebäudeflügel zu bauen, werden wir den bereits vorhandenen Räume an diese Bedürfnisse anpassen.

Es ist kein Zufall, dass wir für die NGO, über die wir all diese Aktivitäten verwalten werden, den suggestiven Namen „Die Familie von den Bergen“ gewählt haben.

Wir möchten unsere Residenten wie Mitglieder unserer eigenen Familie behandeln und haben nicht die Absicht, jemanden im Stich zu lassen !